Mehrere Espressi hintereinander: Temperaturkonstanz als Schlüssel zum Genuss
Warum konstante Brühtemperatur bei mehreren Bezügen entscheidend ist – und worauf es bei der Wahl der Siebträgermaschine ankommt.
erstellt vom Bluepick-Team
Warum Temperaturkonstanz bei mehreren Bezügen so wichtig ist
Wer einmal den perfekten Espresso aus seiner Siebträgermaschine gezaubert hat, wünscht sich natürlich, dass auch der zweite oder dritte direkt danach genauso köstlich schmeckt. Doch genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Nicht jede Maschine kann mehrere Getränke hintereinander mit gleichbleibender Qualität zubereiten.
Temperaturkonstanz ist dabei das Zauberwort. Schwankt die Temperatur zwischen den Bezügen, kann selbst aus den besten Bohnen plötzlich ein zu saurer oder bitterer Espresso entstehen.
Ohne stabile Brühtemperatur schmeckt der erste Espresso vielleicht noch wie im Lieblings-Café, doch der zweite könnte schon eine kleine Enttäuschung sein.
Für wen ist dieses Kriterium besonders relevant?
Vor allem Kaffeeliebhaber, die Wert auf geschmackliche Konstanz legen und auch mal mehrere Getränke in kurzer Zeit zubereiten möchten, profitieren enorm von einer Maschine, die mehrere Bezüge hintereinander mit stabiler Temperatur meistert.
Fans heller Röstungen, die mit höheren Temperaturen (über 93 Grad) gebrüht werden sollten
Nutzer, die regelmäßig Gäste bewirten oder mehrere Cappuccini am Stück zubereiten
Je nach Röstung ist dabei die exakte Temperatur entscheidend: Helle Röstungen dürfen auch durchaus bei höheren Temperaturen gebrüht werden, während dunkle Bohnen bei zu viel Hitze schnell zu bitter oder verbrannt schmecken.
Wer gerne experimentiert oder verschiedene Bohnen probiert, sollte auf eine Maschine mit möglichst genauer Temperaturkontrolle setzen.
Wann ist es weniger entscheidend?
Weniger relevant ist dieses Kriterium für Einsteiger oder Gelegenheitstrinker, die meist nur ein oder zwei Getränke am Stück zubereiten. Auch wer ohnehin mit Pausen arbeitet oder sich nicht an kleinen Schwankungen stört, kann getrost auf eine einfachere Maschine setzen.
Geringes Budget und Fokus auf den Einstieg
Wenig Interesse an technischer Perfektion
Nur selten mehrere Bezüge direkt hintereinander notwendig
Kein Problem mit Wartezeiten für das Aufheizen zwischen den Bezügen
Für alle, die vor allem Cappuccino oder ihren Kaffee mit Milch trinken
Manchmal ist es wichtiger, dass überhaupt Espresso aus der Maschine läuft – als dass dieser bis aufs Zehntelgrad exakt gebrüht wird.
Maschinentypen im Vergleich
Ob eine Siebträgermaschine für mehrere Bezüge hintereinander geeignet ist, hängt auch vom Maschinentyp ab. Hier gibt es große Unterschiede:
Dualboiler: Der Goldstandard für Vieltrinker
Dualboiler-Maschinen besitzen zwei getrennte Kessel: Einen für den Espressobezug und einen für den Dampfbezug. Das sorgt dafür, dass der Dampfbezug den Brühkessel nicht beeinflusst – bestmögliche Temperaturkonstanz ist garantiert. Dank kleinerem Brühkessel wird das Wasser schnell und exakt auf Temperatur gebracht.
Dualboiler sind besonders für Haushalte geeignet, in denen regelmäßig mehrere Getränke nacheinander zubereitet werden oder unterschiedliche Getränkearten (Espresso & Milchmixgetränke) gefragt sind.
Zweikreiser: Gut, aber nicht immer perfekt
Zweikreiser-Systeme verfügen über getrennte Kreisläufe für Dampf und Espresso, werden jedoch von einem einzigen Kessel gespeist. Bei intensiver Nutzung von Dampf kann die Brühtemperatur beeinflusst werden. Ein größeres Kesselvolumen hilft, ist aber keine Garantie für perfekte Konstanz.
Auch bei bewährten Zweikreisern gibt es Modelle, die nach mehreren Bezügen ins Schwitzen geraten – ein genauer Blick lohnt sich.
Einkreiser und Thermoblock: Für Genießer mit Geduld
Einkreiser und Thermoblock-Systeme haben meist die größten Temperaturschwankungen zwischen den Bezügen. Vor allem bei kleinen Kesseln oder schwacher Leistung dauert es länger, bis wieder die optimale Temperatur erreicht ist – Wartezeiten sind hier also einzuplanen.
Thermoblock-Systeme sind besonders anfällig für Temperaturschwankungen, können aber durchaus trotzdem sehr stabile Ergebnisse liefern. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Fazit: Für wen lohnt sich die Investition?
Wer regelmäßig mehrere Getränke hintereinander zubereiten möchte und Wert auf geschmackliche Konstanz legt, sollte auf die Temperaturstabilität seiner Maschine achten. Mit einem Dualboiler ist man immer auf der sicheren Seite, mit den meisten Zweikreisern kommt man ebenfalls gut hin, während Einkreiser und Thermoblock-Systeme eher für Einzelbezüge geeignet sind. Aber auch hier gibt es durchaus einige Maschinen, mit denen auch mehrere Espressobezüge hintereinander sehr gut gelingen. Hier lohnt sich ein genauer Blick.
Wer sich unsicher ist, welcher Maschinentyp wirklich zu den eigenen Gewohnheiten passt, kann den KI-Ratgeber nutzen: Mit wenigen Fragen lässt sich die passende Siebträgermaschine zu den eigenen Gewohnheiten und Bedürfnissen finden.
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